Biographie

Der Kölner Saxophonist Sebastian Büscher hat sich hörbar mit den unterschiedlichsten musikalischen Formen auseinander gesetzt. In jungen Jahren geprägt durch klassischen Flötenunterricht und Kirchenmusik, wandte sich Sebastian mit 17 dem Saxophon und der improvisierten Musik zu. Nach einer überwiegend autodidaktischen Vorbereitungsphase wurde er schließlich am Konservatorium Maastricht für den Jazz-Studiengang zugelassen.

Während des Studiums wurde Sebastian von Lehrern wie Claudius Valk, Hayden Chisholm und Frank Gratkowski mit sehr unterschiedlichen Spielarten der Musik bekannt gemacht. Seine Master-Arbeit schrieb er über den der Cool-Ära angehörigen Saxophonisten Warne Marsh, studierte aber nebenbei unter anderem traditionelle japanische Flötenmusik und Strukturen der kontemporären komponierten Musik. Diese Einflüsse hat er zu einer ausgesprochen starken und individuellen Formsprache vereinigt, die sich sowohl in seinen Kompositionen als auch Improvisationen wiederfindet, und die er als Gast auf zahlreichen Festivals und Konzerten im In- und Ausland präsentieren durfte. Neben der universitären Ausbildung besuchte er Meisterklassen bei Mark Turner, Walter Smith III, Loren Stillman, Dave Liebman, John Taylor und vielen mehr.

Derzeit ist er mit der Band Laksa als Haussaxophonist des renommierten Bielefelder Jazzclubs Bunker Ulmenwall tätig, sowie mit dem euregionalem Quartett ‚Hard to Draw‘ unterwegs. Außerdem spielt er in seinem eigenen Quartett mit Georg Ruby, einem der Gründerväter der modernen Kölner Jazzszene und arbeitet im Rahmen des ‚Bielefeld Orchestra‘ mit Satoko Fujii zusammen. 2014 erhielt er ein Stipendium von der Siena Jazz Foundation. Seit 2017 unterrichtet es an der Universität Oldenburg die Saxophon Klasse.